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Webseite (SEO-konform) optimieren – aber wie?

Die Frage, warum man seine Website optimieren sollte, beantwortet sich fast von selbst. Man möchte gefunden und gesehen werden. Deshalb fällt das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) in die Kategorie des Marketing. Neben SEO gibt es das Suchmaschinenmarketing (SEA), welches die „bezahlte“ Werbung auf Suchmaschinen wie Google repräsentiert.

Die Funktionsweise von SEA ist vergleichbar mit „normaler“, bezahlter Werbung. Ein Unternehmen möchte sich oder seine Produkte oben in den bezahlten Bereich einer Suchmaschine bringen. Ein Faktor für das SEA Ranking ist die Höhe des Geldes, welches pro Klick bezahlt wird (pay per click). Da eine Suchmaschine relevante Ergebnisse liefern möchte, steht nicht nur der Meistbietende ganz oben in der Ergebnisliste. Weitere Faktoren wie die Verweildauer auf der weitergeleiteten Seite oder das allgemeine Ranking der Website spielen eine große Rolle.

OnPage-Optimierung

Das allgemeine Ranking lässt sich mit einer Optimierung der Website verbessern. Hierbei wird zwischen OnPage- und OffPage-Optimierung unterschieden.

Die OnPage-Optimierung bezieht sich auf Struktur und Inhalt der eigentlichen Website. Hierbei kann man zwischen der technischen (Suchmaschine) und der User-Sicht unterscheiden. Diese überschneiden sich, sollten aber separat betrachtet werden.

In der folgenden Darstellung wird links die technische Sicht gezeigt, rechts was der User auf der Webseite sieht. Dieses einfache Beispiel zeigt, dass das menschliche Auge im ersten Fall (a) klar zwischen Überschrift und Text unterscheiden kann und im zweiten Fall (b) beides identisch ist. Der Crawler einer Suchmaschine würde in beiden Fällen ganz klar die Überschrift aufgrund des < h1 >-Tags identifizieren.

Vergleich-technische-und-User-Sicht

Vergleich-technische-und-User-Sicht

Überschriften mit < h1 >-Tag sind sehr wichtig und sollten den Inhalt der kompletten Seite widerspiegeln. Auch andere < h >-Tags werden priorisiert „gecrawled“. Stellt sich die Frage: „Warum nicht alles im h1 bis h6 auf der Website haben und für die Lesbarkeit die Formatierung ändern?“

–>Einfache Antwort: Weil ein < hx >-Tag eine gewisse Länge nicht überschreiten darf und  nur eine bestimmte Anzahl an Tags vorhanden sein dürfen. Ansonsten wirkt es sich negativ auf das Ranking aus.

Eine Schlüsselrolle bei der OnPage-Optimierung spielt die richtige Verwendung von Keywords. Diese sind elementar, um überhaupt ein „Match“ zwischen der Suchmaschinen-Anfrage und unserer Website zu bekommen. Mit anderen Worten keine Keywords –> keine Zuordnung –> nicht in den Suchmaschinenergebnissen. Deshalb sollte sich jeder mit den folgenden Fragen auseinander setzen:

  • Wen möchte ich erreichen (Zielgruppe)?
  • Wofür steht meine Unternehmung?
  • Welches „Produkt“ möchte ich auf meiner Website anbieten?
  • Wo möchte ich meine Zielgruppe erreichen (lokal, regional, global)?
  • Was ist mein Ziel (Bekanntheitsgrad erhöhen, Produkte verkaufen, etc.)?

Daraus kann der Kontext, in dem wir bei einer Suche auftauchen wollen, gebildet und die Keywords bestimmt werden. Die definierten Wörter sollten nun sinnvoll auf der Seite verteilt werden. Insbesondere in Überschriften, Bildbeschreibungen, Linktexten, der Meta Description, < title >-Tag.

Weitere Möglichkeiten die Website OnPage zu optimieren sind die Sitemap, robot.txt und allgemein „sauberer“ Quellcode. Die Performance und der Aufbau sollten auch nicht vernachlässigt werden. Deshalb sollte die Website ein responsive design oder eine mobile Variante anbieten und auf unnötig Performance raubende Scripte verzichtet werden.

Im Artikel „SEO – Do‘s and Dont‘s on your Homepage“ werden die Themen und Methoden der OnPage-Optimierung detaillierter beschrieben.

OffPage-Optimierung

Bei der OffPage-Optimierung handelt es sich um den Aufbau der Reputation einer Website. Zentrale Begriffe in diesem Kontext sind sog. Backlinks und der PageRank[1]. Unter Backlinks versteht man Links von anderen Quellen, die auf unsere Seite verweisen. Der PageRank-Algorithmus bildet die Grundlage zur Identifizierung qualitativ hochwertiger Seiten anhand der eingehenden Links im Verhältnis zu den ausgehenden. In seiner originalen Form wurde eine Webseite anhand der Relation zwischen „incoming“ und „outgoing“ Links (link juice flow) betrachtet.

Je besser das Verhältnis der eingehenden zu den ausgehenden Links ist, desto höher ist der PageRank. Die grundlegende Funktionsweise und der ursprüngliche Algorithmus werden im Folgenden mit Hilfe der stark vereinfachten Abbildung und der Berechnung mit Matrizen etwas klarer:

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Grafische Darstellung wie der link juice flow das Ranking einer Seite beeinflusst

Angenommen jede Seite hat 100% „link juice“, dann wird dieser auf alle ausgehenden Links gleichmäßig verteilt (bei einem Link = 1, bei zwei Links = 0.5, etc.). Für die Berechnung wird der Anteil von jedem Link in einer Matrix hinterlegt. Somit steht für „b.ch“  „a.de“ = 1, da nur ein Link von b nach a geht. Für „a.de“  „b.ch“ und „a.de“  „b.ch“ jeweils 0.5 da, von a 2 Links weggehen. Die entwickelte Matrix (1) wird mit dem Vektor, der den „Random Surfer“ repräsentiert (2), multipliziert. Beim Random Surfer wird davon ausgegangen, dass er willkürlich einen Link anklickt und auf der jeweiligen Seite landet, auf die verwiesen wird (da dies nicht wirklich die Realität widerspiegelt, wurde er 2010 durch den Rational Surfer ersetzt, um der Platzierung der Links eine höhereGewichtung zu geben). Das Ergebnis ist ein erstes Ranking (3a). Dieses Zwischenergebnis wird wieder mit der Matrix (1) multipliziert und das selbe mit dem Ergebnis (3b). Dieser Schritt wird solange iterativ wiederholt, bis es keine Veränderung des Rankings mehr gibt.

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PageRank-Berechnung mithilfe von Matrizen

Seit der Veröffentlichung des PageRank Algorithmus wurden viele Anpassungen und Verbesserungen[2] angewendet (hierzu mehr im Artikel Do’s and Dont’s on your Homepage). Die Basis ist aber immer noch wie in diesem Artikel beschrieben. Natürlich ist der PageRank auch nicht das einzige Kriterium, aber ein grundlegendes und einfach zu berücksichtigendes bei der Erstellung und Weiterentwicklung des eigenen Webauftrittes.


[1] The PageRank Citation Ranking: Bringing Order to the Web (1998)

[2] Einige größere Google-Updates im SEO Kontext: Rational Surfer (2010), Panda (2011), Penguin (2012), Hummingbird (2013), Pigeon (2014), Mobile Update (2015), RankBrain (2015)…

Autor: Marco Weiß

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